Eberraute Heilpflanzenportrait

Eberraute Heilpflanzenportrait

Colakraut * Stabwurz * Artemisia abrotanum

Eberraute ist eine Pflanzenart aus der Gattung Artemisia in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Europa heimisch und wird auch in anderen Teilen der Welt kultiviert. Der botanische Name „Artemisia“ bezieht sich auf die griechische Göttin Artemis, während „abrotanum“ von dem griechischen Wort „abrotanon“ stammt, was so viel wie „unverwelklich“ bedeutet.

Colakraut ist ein mehrjähriger Strauch, der eine Höhe von etwa einem Meter erreichen kann. Er hat schmale, graugrüne Blätter, die aufgrund ihrer filigranen Struktur und ihres intensiven Duftes leicht erkennbar sind. Die Blätter sind lanzettlich geformt und können eine silbergraue Farbe haben. Im Spätsommer oder Herbst entwickelt die Pflanze kleine gelbliche Blüten in dichten Ähren, die oft von Bienen und anderen Insekten besucht werden.

Die Stabwurz hat eine lange Geschichte in der Kräutermedizin und wird für ihre heilenden Eigenschaften geschätzt. Die Pflanze enthält ätherische Öle wie Cineol, Campher und Thujon, die ihr den charakteristischen Duft verleihen. In der Volksmedizin wurde Colakraut traditionell zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden, wie Blähungen und Krämpfen, eingesetzt. Sie wurde auch als Tonikum zur Stärkung des Magens und zur Förderung der Verdauungsfunktion verwendet.

Darüber hinaus hat Stabwurz auch einen kulinarischen Verwendungszweck. Die aromatischen Blätter werden in einigen europäischen Küchen als Gewürz verwendet, um Speisen wie Suppen, Eintöpfen, Fischgerichten und Saucen eine besondere Note zu verleihen.

Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass Colakraut in hohen Dosen giftig sein kann und Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Krampfanfälle verursachen kann. Schwangere Frauen sollten Eberraute vermeiden, da sie Wehen auslösen kann.

Nach unserem Siruprezept wollen wir uns das Colakraut heute einmal genauer ansehen. Am botanischen Namen erkennen wir schon die Verwandtschaft zu Beifuß (Artemisia vulgaris) und Wermut (Artemisia absinthium). Und bei Betrachtung der Blätter erkennt man die Verwandtschaft ebenfalls. Alle drei haben gefiederte Blätter, sie sich in der Anordnung gleichen, in der Form und Breite dann aber unterscheiden. Die Stabwurz hat hierbei die zartesten Blätter, die auf den ersten Blick beinah wie Nadeln wirken.

Das sicherste Erkennungsmerkmal der Eberraute ist allerdings ihr Geruch. Streift man ihre Blätter, nimmt man sofort einen colaartigen Duft wahr, der ihr zum Trivialnamen Colakraut verholfen hat. Die jungen Blätter sind silbriggrün, ähnlich der Blätter des Wermuts, während die älteren Blätter ein dunkleres Grün aufweisen, ähnlich der Farbe des Beifuß.

Die Eberraute ist mehrjährig und stammt ursprünglich aus dem Süden Europas. Je nach Region ist sie in unseren Breiten problemlos im Garten kultivierbar. Sie mag es vollsonnig und kommt mit sehr wenig Wasser gut zurecht. Sie hat die letzten heißen und trockenen Sommer in unserem Garten mit am besten verkraftet. Mit den Jahren verholzt sie von innen und wird zu einem richtigen Strauch.

Wir nutzen die Eberraute gerne in Sirups und Likören, denn sie verleiht ihnen ein leckeres Aroma, vor allem aber einen unverwechselbaren Duft. Gerade im Sirup mit Orange kommt ihr Aroma besonders schön zur Geltung. Unsere Rezepte mit Colakraut findet Ihr beim Klick auf: Eberraute.

Inhaltsstoffe Eberraute:

Heilwirkungen:

Anwendungsgebiete:

Eberraute kann medizinisch in Form von Tee oder Tinktur eingenommen werden. Für beides werden die nicht verholzten Teile verwendet. Eberraute kann problemlos im August geerntet und getrocknet werden, so dass sie ganzjährig in der Hausapotheke zur Verfügung steht. Im Bedarfsfall können dreimal täglich eine Tasse Tee oder 15 Tropfen Tinktur eingenommen werden.

Zu beachten ist, dass Eberraute keinesfalls in der Schwangerschaft eingenommen werden sollte.

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