Gewöhnlicher Blutweiderich Heilpflanzenportrait

Gewöhnlicher Blutweiderich Heilpflanzenportrait

Lythrum salicaria

Der gewöhnliche Blutweiderich ist eine in Europa heimische Pflanze, die in Feuchtgebieten, an Teichen, Flussufern und Feuchtwiesen wächst. Er gehört zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) und ist für seine auffälligen, rosafarbenen Blütenstände bekannt.

Der gemeine Blutweiderich kann eine Höhe von bis zu 1,5 Metern erreichen und bildet dichte Blütenstände aus, die aus zahlreichen kleinen, rosa bis violett gefärbten Blüten bestehen. Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von Juni bis August, wenn die Pflanze ihre Farbe und Schönheit zur Geltung bringt.

Diese Pflanze bevorzugt feuchte bis nasse Standorte, darunter Sumpfgebiete, Ufer von Flüssen und Seen sowie feuchte Wiesen. Aufgrund ihres bevorzugten Lebensraums kann der gewöhnliche Blutweiderich in der Lage sein, sich in feuchten Gebieten auszubreiten und sich in einigen Regionen als invasive Pflanze zu etablieren.

Die Blüten des Blutweiderich werden von verschiedenen Insekten, insbesondere von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen, bestäubt. Die Pflanze kann sich auch durch Samen vermehren, die durch Wasser oder Tiere verbreitet werden.

Der gewöhnliche Blutweiderich spielt eine Rolle im Ökosystem, da er Lebensraum und Nahrung für verschiedene Insektenarten bietet. Die dichten Blütenstände können auch dazu beitragen, Erosion in Feuchtgebieten zu reduzieren, indem sie den Boden stabilisieren.

In einigen Teilen Nordamerikas und Australiens gilt der gemeine Blutweiderich als invasive Pflanze. Dort kann er sich aufgrund der fehlenden natürlichen Feinde schnell vermehren und heimische Pflanzen verdrängen.

Blutweiderich wird in der traditionellen Naturmedizin für verschiedene Zwecke verwendet, insbesondere zur Behandlung von verschiedenen Beschwerden. In der Volksmedizin wird der gemeine Blutweiderich als Mittel zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und Magenkrämpfen eingesetzt. Hierfür wird das getrocknete Kraut als Tee zubereitet und getrunken.

Ein weiteres Anwendungsgebiet war die Behandlung von Hämorrhoiden. Es wurde angenommen, dass die adstringierenden Eigenschaften der Pflanze dazu beitragen könnten, Entzündungen und Schwellungen im Analbereich zu reduzieren.

Der gemeine Blutweiderich wird äußerlich angewendet, um bei der Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautirritationen zu helfen. Die adstringierenden Eigenschaften könnten dazu beitragen, die Haut zu straffen und Entzündungen zu lindern.

In der Volksmedizin wurde angenommen, dass der gemeine Blutweiderich entzündungshemmende Eigenschaften besitzt, die bei der Linderung von Entzündungen im Körper helfen könnten.

Verwendet werden können Wurzeln, Blüten, Blätter und junge Triebe. Wurzeln werden dabei wie immer im Frühjahr und Herbst gegraben. Die jungen Triebe können im frühen Sommer als Gemüse gegessen werden. Blüten und Blätter können im Sommer gesammelt und zu Tinktur und Tee weiterverarbeitet werden.

Inhaltsstoffe:

  • Salicarin
  • Anthocyanine
  • Pectine
  • Harze
  • ätherisches Öl
  • p-Cumarsäure
  • Ellagsäure
  • Orientin
  • Gerbstoffe
  • Flavon Vitexin

Heilwirkungen:

Anwendungsgebiete:

Gewöhnlicher Blutweiderich Heilpflanzenportrait

Blutweiderich kann innerlich wie äußerlich angewendet werden. Tee aus Wurzel und Kraut ist dabei innerlich meist das Mittel der Wahl. Äußerlich kann frischer Pflanzenbrei oder Tinktur aufgetragen werden.

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Harnwege-Tinktur

Blutweiderich hatte aber auch noch andere Verwendungen. So wurde mit ihm zum Beispiel Zucker rot gefärbt und aufgrund seiner in hohem Maße enthaltenen Gerbstoffe sogar Leder gegerbt. Während der Choleraepidemie des 19. Jahrhunderts wurde er verstärkt eingesetzt, hat danach in der Volksheilkunde aber an Bedeutung verloren. Seine wunderschönen Blüten haben ihn allerdings als Zierpflanze attraktiv gemacht, weshalb man ihn mittlerweile auch in Ziergärten als Teichumrandung oder an künstlichen Bachläufen in Gärten findet. Wir finden: schön und hilfreich, was will man mehr?

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