Auaweh-Creme für geplagte Wanderer, Gärtner und Sportler

Auaweh-Creme für geplagte Wanderer, Gärtner und Sportler

Was gibt es Schöneres – außer der Salbenrührerei natürlich – als draußen in der Natur umherzustreifen, zu wandern, joggen, walken usw.? Doch starke Beanspruchung von Beinen, Rücken und Muskeln kann, gerade bei Saisonbeginn, ihren Preis haben: die Muskeln sind hart und verspannt, der Muskelkater maunzt aufgeregt, kleinere Schürfwunden durch aufgescheuerte Stelle oder Blasen nerven uns tierisch. Und dann kommen noch die unweigerlichen Stiche von Mücken & Co. und schon haben wir genug. Hier kann unsere AuaWehcreme hilfreich sein und die Wehwehchen mildern. Übrigens wird sie auch von passionierten sportlichen Menschen (sowas soll es geben, wie wir hörten) gerne genommen. Auch gerne verwendet nach der Gartenarbeit, wenn der Rücken jammert und der Schaufelstiel intensiver als gewünscht in Kontakt mit den Händen gekommen ist. Zum Mitnehmen auf Touren sollte man eine kleinere Menge in mitnehmgeeignete Behälter aus Weißblech oder Kunststoff füllen (lebensmittelecht möglichst), da ist Glas wegen der Bruchgefahr und auch wegen seines Gewichts nicht so gut geeignet.

Was kommt hinein?

Wir machen uns einen feinen Ölauszug aus Spitzwegerich (siehe auch unser Beitrag von gestern „Richtig unterscheiden Spitz-, Breit- und Mittlerem Wegerich„), Schafgarbe, Brennnessel und Melisse. Da sind jede Menge Wirkstoffe enthalten gegen Juckreiz, Schwellungen, Entzündungen und kleine Wunden. Mit Heiltinkturen aus Ringelblume und/oder Kamille bzw. Spitzwegerich (je nachdem, was vorhanden ist) verstärken wir dessen Wirkung. Pflegendes (aber etwas fettes) Lanolin und Sheabutter sowie das Vitamin E im Mazerat versorgen gereizte Haut und emulgieren das Ganze zu einer reichhaltigen Creme. Wer mag (und es verträgt), ergänzt die Creme um die schmerzlindernden, entkrampfenden (gerade bei überanstrengten Muskeln gut) ätherischen Öle Cajeput, Wintergrün und Rosmarin sowie evtl. auch Immortelle (sehr hilfreich gegen blaue Flecken).

Heilkräuter-Öl:

Kaltauszug, wenn genügend Zeit ist:
Die sauberen Kräuter auf einem Tuch ausbreiten, so dass sie nebeneinanderliegen und einen Tag lang antrocknen lassen. Danach mittelfein schneiden und in ein größeres Schraubglas füllen. Mit den Ölen auffüllen, so dass alle Kräuter gut bedeckt sind (evtl. noch mit etwas weiterem Öl aufgießen). Vitamin E zugeben, verschrauben und gut schütteln. 4 Wochen an einem warmen, sonnengeschützten Ort ausziehen, anfangs auf Feuchtigkeit kontrollieren (mit Küchenkrepp Kondenstropfen entfernen, sollten welche da sein), täglich kräftig schütteln.

Warmauszug, wenn es schnell gehen muss:
Die frischen Kräuter fein hacken. Mit dem Öl im Salbenöfchen (über 3 Tage 4-mal je 1 oder 2 Teelichter abbrennen lassen, abkühlen lassen, wiederholen und öfters rühren), oder direkt in einem Kochtopf auf niedrigster Stufe oder im Wasserbad bei maximal 50 Grad (5 Stunden erwärmen, abkühlen über Nacht, anderntags wiederholen) ausziehen. Danach (gilt für beide Auszugsarten) nochmals kurz gut erwärmen und durch einen Kaffeefilter das warme Öl gerne direkt in eine Braunglasflasche laufen lassen (bzw. die benötigten 50 g herausnehmen). Pflanzenrückstände nicht zu fest ausdrücken, damit keine Restfeuchte in das Öl gerät (Verkeimungs- und Schimmelgefahr). Anschließend das Vitamin E zusetzen, damit es länger haltbar ist, das Gefäß beschriften. Haltbar ist es bei kühler und dunkler Lagerung solange wie das MHD vom verwendeten Öl + 3 Monate.

Creme-Rezept (ca. 120 ml):

Ätherische Öle (wenn gewünscht):

So gehts:
Bienenwachs mit Lanolin im Wasserbad schmelzen lassen. Ölauszug einrühren, so dass alles flüssig ist und noch warm. Gleichzeitig die Tinktur anwärmen. Ölphase aus dem Wasserbad heben, die Sheabutter bzw. Kakaobutter in der Restwärme schmelzen lassen. Tinktur zu den Fetten rühren (evtl. mit einen Milchschäumer, es geht auch ein Schneebesen). Die ätherischen Öle, wenn gewünscht, hineintropfen und unterrühren. In Cremedosen abfüllen und beschriften. Ausgekühlt verschließen, kühl lagern (am besten im Kühlschrank).

Tipp:
Wer besonders schmerzgeplagt ist, schmilzt in der Ölphase noch 5 g frisches, gereinigtes Fichtenharz (Pech) mit (vor der Zugabe von Sheabutter bzw. Kakaobutter).

Achtung / Aus rechtlichen Gründen

Wer gegen eine Zutat allergisch ist, darf diese natürlich nicht verwenden! Für die Verwendung in Schwangerschaft, Stillzeit, bei vorliegenden schweren Erkrankungen und für Kinder fragt bitte Euren Arzt um Rat.

Unsere Empfehlungen basieren rein auf Erfahrungswerten und sollen keinesfalls dazu auffordern, sich selbst zu behandeln, eine ärztliche Behandlung oder Medikation abzubrechen oder sogar zu ersetzen. Wir sind weder Mediziner:innen, Heilpraktiker:innen, noch Kosmetiker:innen. Wir weisen daher aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass die auf unserem Blog getroffenen Aussagen über die Wirkungsweisen der einzelnen Zutaten, Kräuter und Rohstoffe sowie der aufgeführten Rezepte und Anwendungshinweise nur zu Zeitvertreib und Information dienen sollen. Unsere Inhalte (Text und Bild) unterliegen dem Urheberrecht (Copyright). Jede weitere Nutzung unserer Beiträge/Inhalte - auch auszugsweise - bedarf der schriftlichen Zustimmung der Rechteinhaber. Verstöße werden ohne vorherigen Kontakt juristisch verfolgt. Heilversprechen zur Linderung und/oder Behandlung von gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen geben wir in keiner Weise ab und versprechen auch nichts derartiges. Wer unsere Rezepte oder Empfehlungen nachmacht, tut dies auf eigene Gefahr, wie es rechtlich so schön heißt.

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