Flieder Heilpflanzenportrait

Flieder Heilpflanzenportrait

Syringa vulgaris

Unsere heutige Pflanze riecht man meist bevor man sie sieht. Aber nicht, weil sie so unscheinbar wäre, sondern weil sie so fantastisch duftet. Heute widmen wir uns dem wunderschönen Flieder. Er steht gerade in voller Blüte und erfreut unser Auge und unsere Nase. Aber Vorsicht: gemeint ist der Gemeine Flieder, nicht der Sommer- oder Schmetterlingsflieder. Dieser ist giftig und nicht mit unserer heutige gesuchten Heilpflanze verwandt.

Aber er kann tatsächlich mehr als nur schön aussehen. Ganz entgegen seines süß-blumigen Duftes schmeckt Flieder bitter, was ihn aber für die Heilkunde interessant macht. Wir nehmen heute viel zu wenig Bitterstoffe mit der Nahrung auf, weil aus unseren gängigen Gemüsen die Bitterstoffe herausgezüchtet wurden, damit sie uns besser schmecken. Für unsere Verdauung ist das bekanntlich gar nicht so gut.

Inhaltsstoffe:

  • ätherische Öle
  • Anisaldehyde
  • Alpha-Pinene
  • Bitterstoffe
  • Farnesol
  • Syringin

Einsetzbar ist Flieder damit bei:

Rinde, junge Blätter und Blüten können getrocknet als Tee eingesetzt werden. Zur Verdauungsförderung werden die Blüten als Tee genossen, bei Fieber die getrockneten Blätter. Ein Teelöffel Blüten bzw. Blätter pro Tasse ist ausreichend. Wer bitter nicht gut hinunter bekommt, kann mit Honig im abgekühlten Tee nachhelfen.

Wir machen jedes Frühjahr gerne einen Sirup aus Fliederblüten. Wer es gerne blumig mag, sollte den unbedingt einmal probieren. Dafür einfach 3 bis 4 Blütendolden sammeln und die Blüten vom Stengel befreien. In eine große Schale geben und mit einem Sirup aus 1 l Wasser und 1 kg Zucker übergießen. Eine Bio-Zitrone in Scheiben schneiden und dazu geben. Abgedeckt und kühl 24 Stunden ziehen lassen, dabei gelegentlich umrühren. Danach die Blüten abfiltern, den Sirup einmal aufkochen und heiß in ausgekochte Flaschen abfüllen. Kühl und dunkel gelagert hält er sich so bei hygienischem Arbeiten ein Jahr. Geöffnet gehört er in den Kühlschrank und sollte zügig aufgebraucht werden.

Er schmeckt gut in Mineralwasser und Cocktails und tut nach einem üppigen Menü gut.

Bitte nur von ungedüngten und unbehandelten Fliederbäumen ernten. Frisch gekauft nicht verwenden, da hier Düngemittel und Pflanzenschutz enthalten sind, da Flieder in der Regel im Gartencenter als Zier- und nicht als Genusspflanze verkauft wird.

Auch in der Gemmotherapie findet Flieder Einsatz. Wir haben ihn in unserem Allergie-Spray gerade wieder fleißig im Einsatz.

Achtung / Aus rechtlichen Gründen

Wer gegen eine Zutat allergisch ist, darf diese natürlich nicht verwenden! Für die Verwendung in Schwangerschaft, Stillzeit, bei vorliegenden schweren Erkrankungen und für Kinder fragt bitte Euren Arzt um Rat.

Unsere Empfehlungen basieren rein auf Erfahrungswerten und sollen keinesfalls dazu auffordern, sich selbst zu behandeln, eine ärztliche Behandlung oder Medikation abzubrechen oder sogar zu ersetzen. Wir sind weder Mediziner:innen, Heilpraktiker:innen, noch Kosmetiker:innen. Wir weisen daher aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass die auf unserem Blog getroffenen Aussagen über die Wirkungsweisen der einzelnen Zutaten, Kräuter und Rohstoffe sowie der aufgeführten Rezepte und Anwendungshinweise nur zu Zeitvertreib und Information dienen sollen. Unsere Inhalte (Text und Bild) unterliegen dem Urheberrecht (Copyright). Jede weitere Nutzung unserer Beiträge/Inhalte - auch auszugsweise - bedarf der schriftlichen Zustimmung der Rechteinhaber. Verstöße werden ohne vorherigen Kontakt juristisch verfolgt. Heilversprechen zur Linderung und/oder Behandlung von gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen geben wir in keiner Weise ab und versprechen auch nichts derartiges. Wer unsere Rezepte oder Empfehlungen nachmacht, tut dies auf eigene Gefahr, wie es rechtlich so schön heißt.

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