Löwenzahn-Sirup * Löwenzahn-Honig

  • Beitrags-Kategorie:Essen & Trinken
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Löwenzahn-Sirup * Löwenzahn-Honig

Bei Vielen gehts bereits los und die Wiesen, Gärten und Wegeranken leuchten gelb von den wunderschönen, von Gartenbesitzern nicht immer sooo geliebten Löwenzahnblüten. Doch gerade die dürfen sich jetzt freuen: wir pflücken die Blütenköpfchen vor der Vermehrung durch die Pusteblumensamen einfach ab und verarbeiten sie zu einem feinen Getränk oder Brotaufstrich!

Zusätzlich tun wir unserer Gesundheit noch etwas Gutes, denn Löwenzahn regt bekanntlich den Stoffwechsel an, wirkt wassertreibend und leber- sowie gallenstärkend und entgiftend. Wir pflücken bei sonnigem, am besten auch vorher zwei Tage trockenem, Wetter mehrere Handvoll Blütenköpfe (siehe Rezept unten).

Daheim breiten wir sie auf einem weißen Tuch breitflächig aus und lassen die unweigerlich darin sitzenden kleinen schwarzen Käfer flüchten. Nach etwa zwei Stunden sind sie in der Regel umgezogen. Dann zupfen wir den grünen Teil heraus, so dass wir die reinen gelben Blütenblätter gewinnen, welche wir nun weiter verarbeiten.

Löwenzahn-Sirup

Löwenzahnblütensirup schmeckt verdünnt mit Wasser oder Sprudel, in Bowle zum Süßen verwendet, mit Sekt aufgegossen (evtl. etwas Minze dazu), über Crepes und Pudding… saulecker…

Zutaten:

  • ca. 6 Handvoll Löwenzahnblüten, wie oben beschreiben ausgezupft
  • 1 l Wasser (am besten weiches Quellwasser)
  • 1 kg Zucker, weiß oder brauner Rohrzucker
  • Saft und Schale von 2 Bio-Zitronen oder 1 Bio-Orange

Wasser und Zucker geben wir zusammen in einen Topf und bringen es auf dem Herd zum Kochen. 5 Minuten lang wallend kochen lassen, dann vom Herd nehmen. Die Löwenzahnblütenblätter mit dem ausgepressten Zitronensaft und der Zitronenschale (oder Orangensaft und –schale) zusammen in ein hitzefestes, am besten nichtmetallisches Gefäß geben (mindestens 2 l Inhalt).

Den nicht mehr ganz heißen (70 bis 80 Grad sind ok) Sirup darüber gießen, schön umrühren, damit alle Blüten eingetaucht sind. Abkühlen lassen, dann für drei Tage abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Danach durch ein feines Sieb oder einen Nussmilchbeutel schütten, gut auspressen.

Den klaren Sirup nochmals zum Kochen bringen aus hygienischen Gründen und anschließend noch kochend heiß in desinfizierte (oder zumindest in der Spülmaschine bei 70 Grad gut gespülte) kleinere Flaschen füllen.

Sofort verschließen und beschriften. Dieser Sirup hält sich normalerweise ein Jahr ungeöffnet und ungekühlt (aber kühl und dunkel gelagert), geöffnet im Kühlschrank aufbewahren und bald verbrauchen.

Löwenzahn-Honig

Ja, meist wird als Löwenzahnblütenhonig nur der eingedickte, lange gekochte Sirup bezeichnet (für Veganer sicherlich die geeignetere Methode). Nein, dieser hier wird mit echtem Honig zubereitet. Warum? Weil durch das ewig lange Einkochen zum Eindicken auf Brotaufstrich-Konsistenz die meisten guten Wirkstoffe, die der Löwenzahn mit sich bringt, einfach totgekocht werden. Das finden wir nicht sehr sinnvoll ehrlich gesagt. Darum empfehlen wir die folgende Methode:

Zutaten:

  • 3 Handvoll Löwenzahnblüten, wie oben beschrieben ausgezupft (wenn ein paar Gänseblümchen dazwischen geraten, wäre es auch prima)
  • 450 g Honig vom Imker eures Vertrauens (wer Löwenzahnhonig bekommen kann, nimmt diesen, aber auch Akazien– oder Lindenblütenhonig eignen sich sehr gut)

Die Löwenzahnblütenblätter abwechselnd mit dem Honig in ein Glas schichten, leicht umrühren, so dass keine Luft mehr darin enthalten ist und alle Blütenblättchen vom Honig ummantelt sind. Verschließen und mindestens 3 bis 4 Wochen lang an einem warmen aber eher lichtgeschützten Platz ziehen lassen, täglich das Glas wenden. Danach kann man den Honig mitsamt den Blüten auf Brot oder auch pur genießen. Wer die Blüten nicht darin mag, muss den Honig vorher durch ein Sieb filtern (evtl. an der Sonne oder Heizung kurz anwärmen, aber nicht mehr als 35 Grad). Der Honig hält sich normalerweise mehrere Monate.

Tipp: wer mag, fügt dem Ganzen noch eine in Stücke geschnittene Vanilleschote oder das ausgekratzte Mark hinzu (nur für den Geschmack).

Achtung / Aus rechtlichen Gründen

Wer gegen eine Zutat allergisch ist, darf diese natürlich nicht verwenden! Für die Verwendung in Schwangerschaft, Stillzeit, bei vorliegenden schweren Erkrankungen und für Kinder fragt bitte Euren Arzt um Rat.

Unsere Empfehlungen basieren rein auf Erfahrungswerten und sollen keinesfalls dazu auffordern, sich selbst zu behandeln, eine ärztliche Behandlung oder Medikation abzubrechen oder sogar zu ersetzen. Wir sind weder Mediziner:innen, Heilpraktiker:innen, noch Kosmetiker:innen. Wir weisen daher aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass die auf unserem Blog getroffenen Aussagen über die Wirkungsweisen der einzelnen Zutaten, Kräuter und Rohstoffe sowie der aufgeführten Rezepte und Anwendungshinweise nur zu Zeitvertreib und Information dienen sollen. Unsere Inhalte (Text und Bild) unterliegen dem Urheberrecht (Copyright). Jede weitere Nutzung unserer Beiträge/Inhalte - auch auszugsweise - bedarf der schriftlichen Zustimmung der Rechteinhaber. Verstöße werden ohne vorherigen Kontakt juristisch verfolgt. Heilversprechen zur Linderung und/oder Behandlung von gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen geben wir in keiner Weise ab und versprechen auch nichts derartiges. Wer unsere Rezepte oder Empfehlungen nachmacht, tut dies auf eigene Gefahr, wie es rechtlich so schön heißt.

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