Gefleckter Aronstab * Aronstab Heilpflanzenportrait

Gefleckter Aronstab * Aronstab Heilpflanzenportrait

Arum maculatum

Heute suchen wir wieder ein Kraut, welches wir auf keinen Fall sammeln, von dem es aber gut ist, wenn man es kennt: den Aronstab.

Wer wie ich, Sonja, Callas liebt (mein Brautstrauß bestand aus schwarzen Callas), dem wird auffallen, dass da eine große Ähnlichkeit besteht. Das kommt daher, weil auch die Calla ein Aronstabgewächs ist. Hättet Ihr’s gewusst?

Der gefleckte Aronstab fühlt sich in unseren Mischwäldern am wohlsten. Hier kann er ganze Areale besiedeln. Seine Blätter treiben zur selben Zeit aus wie die des Bärlauch. Da beide die gleichen Standorte mögen, ist beim Sammeln von Bärlauch unbedigt darauf zu achten, dass man kein Blatt des Aronstab versehentlich erwischt. Deshalb Bärlauch immer Blatt für Blatt ernten.

Der gefleckte Aronstab ist in allen Teilen hoch giftig. Seine Blätter sind glänzend und pfeilförmig. Obwohl er gefleckter Aronstab heißt, haben nicht alle Populationen die charakteristischen Flecken auf den Blättern. Im April bis Mai treibt der Aronstab seine Blüten aus, die trotz teilweise imposanter Größe sehr unscheinbar sind. Wie auch bei der Calla besteht die Blüte aus einem (weißen) Hochblatt und einem auffälligen Kolben. Anders als die Calla hat der gefleckte Aronstab aber einen nur kurzen Stengel, so dass die Blüte bodennah zwischen den Blättern steht.

Sein bizarres Aussehen und seine Giftigkeit haben dem Aronstab den Ruf einer Hexenpflanze eingebracht. Wie wir finden, nicht ganz zu Unrecht. Auch sein auf die Blüte folgender Fruchtstand, ein Stengel mit leuchtend roten Beeren, trägt sicher dazu bei.

Extrem verdünnt wurde der gefleckte Aronstab früher in der Volksheilkunde eingesetzt, da er schleimlösend, harntreibend und schweißtreibend ist. Davon ist man aber abgekommen und wir raten davon auch dringend ab.

Achtung / Aus rechtlichen Gründen

Wer gegen eine Zutat allergisch ist, darf diese natürlich nicht verwenden! Für die Verwendung in Schwangerschaft, Stillzeit, bei vorliegenden schweren Erkrankungen und für Kinder fragt bitte Euren Arzt um Rat.

Unsere Empfehlungen basieren rein auf Erfahrungswerten und sollen keinesfalls dazu auffordern, sich selbst zu behandeln, eine ärztliche Behandlung oder Medikation abzubrechen oder sogar zu ersetzen. Wir sind weder Mediziner:innen, Heilpraktiker:innen, noch Kosmetiker:innen. Wir weisen daher aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass die auf unserem Blog getroffenen Aussagen über die Wirkungsweisen der einzelnen Zutaten, Kräuter und Rohstoffe sowie der aufgeführten Rezepte und Anwendungshinweise nur zu Zeitvertreib und Information dienen sollen. Unsere Inhalte (Text und Bild) unterliegen dem Urheberrecht (Copyright). Jede weitere Nutzung unserer Beiträge/Inhalte - auch auszugsweise - bedarf der schriftlichen Zustimmung der Rechteinhaber. Verstöße werden ohne vorherigen Kontakt juristisch verfolgt. Heilversprechen zur Linderung und/oder Behandlung von gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen geben wir in keiner Weise ab und versprechen auch nichts derartiges. Wer unsere Rezepte oder Empfehlungen nachmacht, tut dies auf eigene Gefahr, wie es rechtlich so schön heißt.

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