Veilchen-Salbe nach Hildegard von Bingen zur Narbenpflege
Zur Pflege neuer und älterer Narben hat sich schon seit Hildegards Zeiten das Veilchen (Viola odorata) bewährt.
Wir sammeln an trockenen, sonnigen Vormittagen 2 Hände Veilchenblüten (nur die der Duft-Veilchen) und machen je Hand voll einen Ölauszug und eine Tinktur.
Dazu je etwa 100 ml Öl (wir haben Mandelöl genommen) und 40 %igen Alkohol (wir haben Wodka genommen) mit je einer Hand voll Blüten ansetzen. 4 Wochen ziehen lassen und täglich schütteln. Die Auszüge sollten warm und hell stehen, aber keinesfalls in der Sonne.
Nach dem Abseihen für Salbe 30 g Ölauszug mit 3 g Bienenwachs erwärmen bis das Wachs geschmolzen ist, gut verrühren und in einen Tiegel abfüllen. Die Salbe ist so lange haltbar wie das MHD des verwendeten Öls.
Für den Balsam 25 g Ölauszug, 3 g Bienenwachs, 13 g Lanolin anhydrid und 5 g Kakaobutter schmelzen. Gleichzeitig 25 g Tinktur erwärmen. Wenn alles geschmolzen ist, die Tinktur langsam unter Rühren einarbeiten. So lange rühren, bis die Creme Zimmertemperatur hat. Die Creme ist durch den Alkoholgehalt der Tinktur konserviert und bei hygienischer Entnahme etwa 3 Monate haltbar.
Salbe und Creme können angewendet werden, sobald die Narbe verschlossen ist (also nicht bevor evtl. Fäden gezogen sind). Auch alte Narben können damit massiert und gepflegt werden, um sie geschmeidig zu halten und Narbenschmerzen zu lindern.

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