Rosskastanie Heilpflanzenportrait

Rosskastanie Heilpflanzenportrait

Aesculus hippocastanum

Mittlerweile ist es schon wieder soweit und die schmeichelnd braunen Kastanienfrüchte (eigentlich Samen) hüpfen vom Baum, aus ihrer stacheligen Schale (Perikarp) auf den Boden. Bereits die Kinder lieben sie und verwenden sie zum Basteln, daher kennt so gut wie jeder diesen Baum.

In vielen Biergärten sind sie zu finden und spenden dort kühlenden Schatten. Im Frühjahr erfreuen sie auch die Bienen mit ihren duftenden, nektarreichen weißen oder roten Blüten. Leider erkranken immer mehr Bäume an der Rosskastanienminimiermotte und leiden unter den geänderten Umweltbedingungen (Trockenheit sowie an den Rückständen der winterlichen Straßensalzung).

Wildtiere wie Rehe und Hirsche und sogenannte Schalenwildarten essen die bitteren Rosskastanien gerne, wobei sie schwach giftig sind und innerlich besonders zu Verdauungsproblemen führen können, auch bei Pferden bekannt. Die genannten Wildtiere vertragen sie aber gut.

Äußerlich dagegen ist sie meist als Extrakt gegen viele Erkrankungen und Gesundheitsprobleme eine beliebte Heilpflanze.

Im Haushalt findet sie vor allem wegen der reinigungswirksamen Saponine, die sie enthalten, als heimisches Waschmittel Verwendung.

Verwendung:

Früchte (Samen)
Als Tinktur, Dekokt, Salbe und Creme; als natürliches umweltschonendes Zerowaste Waschmittel. Wie das geht erfahrt Ihr hier.

Blüten, Rinde, Blätter
Die Kombination von Kastanienextrakten mit Extrakt vom Roten Weinlaub (im Herbst rot gefärbte Blätter von der Echten Weinrebe) ist bei Venen– und Wassereinlagerungsproblemen besonders wirkungsvoll.

Rezepte für Venen-Creme, straffendes Beingel und Co findet Ihr in unseren bisherigen Beiträgen: Rezept Venen-Creme und Rezept Beingel

Anwendung:

Für die innerliche Anwendung bei Diabetes, Leberschwäche, niedrigem Blutdruck nach der Volksheilkunde raten wir, nur standardisierte Produkte aus der Apotheke zu verwenden.

Wirkungen:

Inhaltsstoffe:

Nebenwirkungen:

Innerlich eingenommen können Kastanien zu Magenbeschwerden, Völlegefühl und Durchfall führen, äußerlich kann Juckreiz auftreten (dann bitte sofort absetzen).

Rosskastanien-Tinktur (Abbildung):

Hier haben wir 100 g frische Kastanien gesammelt, mit einem schweren Messer zerkleinert (mit Schale, geht aber auch noch feiner im kräftigen Mixer), in ein sauberes Schraubglas gegeben und mit 250 ml 40 – 45%igem Trinkalkohol begossen. Verschlossen und an einem dunklen Ort ziehen wir nun 4 bis 6 Wochen lang die Tinktur aus und schütteln täglich einmal feste durch. Anschließend gießen wir die Flüssigkeit durch einen Kaffeefilter und füllen die klare, dunkelbraune Tinktur in Dunkelglasflaschen. Sie eignet sich zur Weiterverarbeitung für venenstärkend und abschwellend wirkende Gels, Cremes und Einreibungen. Haltbar ist sie 2 Jahre, besser verbrauchen wir sie aber innerhalb von 12 Monaten.

Achtung / Aus rechtlichen Gründen

Wer gegen eine Zutat allergisch ist, darf diese natürlich nicht verwenden! Für die Verwendung in Schwangerschaft, Stillzeit, bei vorliegenden schweren Erkrankungen und für Kinder fragt bitte Euren Arzt um Rat.

Unsere Empfehlungen basieren rein auf Erfahrungswerten und sollen keinesfalls dazu auffordern, sich selbst zu behandeln, eine ärztliche Behandlung oder Medikation abzubrechen oder sogar zu ersetzen. Wir sind weder Mediziner:innen, Heilpraktiker:innen, noch Kosmetiker:innen. Wir weisen daher aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass die auf unserem Blog getroffenen Aussagen über die Wirkungsweisen der einzelnen Zutaten, Kräuter und Rohstoffe sowie der aufgeführten Rezepte und Anwendungshinweise nur zu Zeitvertreib und Information dienen sollen. Unsere Inhalte (Text und Bild) unterliegen dem Urheberrecht (Copyright). Jede weitere Nutzung unserer Beiträge/Inhalte - auch auszugsweise - bedarf der schriftlichen Zustimmung der Rechteinhaber. Verstöße werden ohne vorherigen Kontakt juristisch verfolgt. Heilversprechen zur Linderung und/oder Behandlung von gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen geben wir in keiner Weise ab und versprechen auch nichts derartiges. Wer unsere Rezepte oder Empfehlungen nachmacht, tut dies auf eigene Gefahr, wie es rechtlich so schön heißt.

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