Steinklee Heilpflanzenportrait

Steinklee Heilpflanzenportrait

Melilotus officinalis

Dieses Jahr haben es uns – unter anderem – die leuchtend gelben, feinen Blüten des Gelben Steinklees angetan. Und schwupps, konnten wir einiges davon ernten, wobei wir natürlich immer soviel übrig lassen, dass auch nächstes Jahr welcher nachwachsen wird.

Man lässt ihn 1-3 Tage trocknen, dann erst entwickelt sich der typische, kraftvolle Cumarinduft, den wir bereits vom Waldmeister her kennen, und mit ihm auch seine gute Wirkung.

Inhaltsstoffe:

Die Inhaltsstoffe sind allesamt wasserlöslich, darum haben wir eine feine Tinktur damit angesetzt.

Wirkung:

Steinklee hat eine bewiesene Wirkung bei gestauter Lymphflüssigkeit (Wasseransammlungen), Venenschwäche und Venenentzündung, Hämorrhoiden (die ja eine Venenerkrankung sind), aber auch bei Prellungen, Hämatomen (blaue Flecken) und Stauchungen. Man sagt ihm eine gute Wirkung bei Lymphödem/Lipödem nach (soweit das überhaupt möglich ist), was ich, Elisabeth, als Lymphpatientin zur Zeit selbst teste (die ersten Versuche stellen mich sehr zufrieden).

Dazu habe ich mir dieses Beinspray angemischt:

Alles in einer guten Sprühflasche miteinander mischen, bis der Honig aufgelöst ist. Ich sprühe morgens und abends meine Beine damit ein, massiere es kurz ein und streife dann die Kompressionsstrümpfe (im Sommer besonders wunderbar) über.

Wer sehr trockene Haut hat, sollte abends nochmals mit einem guten Öl, einer Salbe (z.B. Ringelblumensalbe, Steinkleesalbe oder Johanniskrautsalbe) oder einer entsprechenden Lotion die Haut einfetten, evtl. sogar mit einem passenden Steinklee-BeinwellÖlauszug… auch hier ist wieder eine Abwechslung mit 2-3 verschiedenen Salben empfehlenswert.

Das Beinspray soll sanft entwässern, die Lymphtätigkeit anregen und entstauen, sowie die Venentätigkeit anregen und ich hoffe auch noch auf eine leichte Verbesserung der Cellulite. Diese 100 ml Flasche reicht allerdings für die ganzen Beine nur etwa maximal 1 Woche.

BITTE NICHT AUF OFFENE WUNDEN AUFTRAGEN!
Beilwelltinkturen oder -auszüge sollen auch nicht länger als 4-6 Wochen im Jahr angewendet werden wegen der darin enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide. Darum eignen sich auch die Blätterauszüge für eine längerfristige Verwendung besser. Danach entweder mit einem Hydrolat, destilliertem Wasser oder Aloe Vera Saft (bereits konserviert, nicht Gel) ersetzen, das schont ebenfalls die Haut.

Herstellung Steinklee-Tinktur:

  • 15-20 g getrockneter oder angetrockneter Steinklee (Blüten und Kraut)
  • ca. 300 ml Alkohol, mind. 40 Vol.-%

Den Steinklee in ein Schraubglas geben und mit dem Alkohol aufgießen, so dass alles gut bedeckt ist. An einem warmen Platz (bis 30 Grad) ohne Sonnenbestrahlung 2-4 Wochen lang ausziehen, täglich schütteln. Abfiltern durch einen Kaffeefilter und in dunkle Fläschchen abfüllen, beschriften nicht vergessen. Haltbar zwei Jahre, am besten verbrauchen innerhalb eines Jahres.

Verwendung:

Innerlich ist die Tages-Höchstdosis von Gelbem Steinklee 3-30 mg, darum empfehlen wir für die Einnahme vor allem standardisierte Produkte aus der Apotheke. Der Tee kann unterschiedlich hohe Cumarinwerte haben, darum können wir ihn nur sehr eingeschränkt empfehlen. Wer längerfristig zu Steinklee greifen will, sollte dies nur äußerlich machen oder evtl. auf standardisierte Zubereitungen zurückgreifen.

Während Schwangerschaft und Stillzeit ist Steinklee und seine Zubereitungen innerlich verboten!

Achtung / Aus rechtlichen Gründen

Wer gegen eine Zutat allergisch ist, darf diese natürlich nicht verwenden! Für die Verwendung in Schwangerschaft, Stillzeit, bei vorliegenden schweren Erkrankungen und für Kinder fragt bitte Euren Arzt um Rat.

Unsere Empfehlungen basieren rein auf Erfahrungswerten und sollen keinesfalls dazu auffordern, sich selbst zu behandeln, eine ärztliche Behandlung oder Medikation abzubrechen oder sogar zu ersetzen. Wir sind weder Mediziner:innen, Heilpraktiker:innen, noch Kosmetiker:innen. Wir weisen daher aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass die auf unserem Blog getroffenen Aussagen über die Wirkungsweisen der einzelnen Zutaten, Kräuter und Rohstoffe sowie der aufgeführten Rezepte und Anwendungshinweise nur zu Zeitvertreib und Information dienen sollen. Unsere Inhalte (Text und Bild) unterliegen dem Urheberrecht (Copyright). Jede weitere Nutzung unserer Beiträge/Inhalte - auch auszugsweise - bedarf der schriftlichen Zustimmung der Rechteinhaber. Verstöße werden ohne vorherigen Kontakt juristisch verfolgt. Heilversprechen zur Linderung und/oder Behandlung von gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen geben wir in keiner Weise ab und versprechen auch nichts derartiges. Wer unsere Rezepte oder Empfehlungen nachmacht, tut dies auf eigene Gefahr, wie es rechtlich so schön heißt.

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