Maroni-Honig nach Hildegard von Bingen

Maroni-Honig nach Hildegard von Bingen

Edelkastanien-Honig Lebermittel Hausmittel

Wer hat sie nicht geliebt in seiner Kindheit, die gerösteten Maronen vom Weihnachtsmarkt? Heiß in eine Papiertüte abgefüllt, musste Mama oder Papa sie erst schälen, bevor man sie genießen durfte.

Sie können aber viel mehr!

„Die Kastanie ist ihrer Natur nach sehr warm, hat eine große Kraft in sich, die der Wärme beigemischt ist, und bezeichnet die Weisheit. Und alles was in ihr ist und auch seine Frucht, ist sehr nützlich für den Menschen“, sagt die berühmte Heilerin des Mittelalters, Hildegard von Bingen, über die Edelkastanie.

Jetzt im Herbst bis in den Winter hinein bekommt man die leckeren Früchte des Edelkastanienbaums, in Süddeutschland auch als Maroni bezeichnet, in fast jedem Supermarkt zu kaufen. Wer Glück hat, findet in seiner Nähe Bäume und kann die leckeren Früchte sammeln. Doch bitte aufpassen, die meisten Bäume haben auch einen Eigentümer, der es nicht unbedingt lustig findet, wenn seine Früchte verschwinden. Vielleicht pflanzt man sich auch welche in den Garten?

Maronen und Rosskastanien kann man nicht verwechseln, die Blätter der beiden Bäume sind nicht nur sehr unterschiedlich, auch die Fruchthüllen in denen sie heranwachsen, sind ganz anders. Die der Edelkastanien sind mit sehr spitzen Stacheln komplett bewährt.

Inhaltsstoffe von Maronen:

Verwendung in der Hildegarmedizin (HvB) und Volksheilkunde (VHk):

Kurweise über 2 – 3 Monate lang täglich einige Teelöffel voll im Mund zergehen lassen (bei bestehender Leberkrankheit bitte mit dem Arzt besprechen).

Zutaten für Maronenhonig als Heilmittel (bei Diabetes nur eingeschränkt empfehlenswert):

Das Mehl in den gut zimmerwarmen Honig geben und gut verrühren bis keine Klumpen mehr darin sind und in ein Glas abfüllen. Und schon ist der Kastanienhonig fertig.

Alternativ kann man selbstverständlich auch das Kastanienmehl selbst machen:

Frische Maroni kreuzweise mit einem scharfen Messer einschneiden (unbedingt auf die Finger aufpassen) und 20 bis 25 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Umluft rösten, bis das Fruchtfleisch weich ist. Danach schälen (am besten noch heiß, dann geht es besser) und klein schneiden.

Die Maronistückchen müssen jetzt getrocknet werden, das macht man am besten in einem Dörrapparat oder im Backofen bei 70 Grad. Dafür einen Kochlöffel in die Tür einklemmen, damit der Dampf entweichen kann.

Solange trocknen, bis die Edelkastanienstücke richtig hart und getrocknet sind und keinerlei Feuchtigkeit mehr enthalten. Anschließend werden sie in einem Mixer oder einer Gewürzmühle zu einem sehr feinen Pulver – sprich Mehl – gemahlen. Am besten verwendet man es bald, da Kastanienmehl relativ schnell verdirbt und auch Feuchte ziehen kann. Auf jeden Fall trocken und kühl sowie dunkel lagern.

Achtung / Aus rechtlichen Gründen

Wer gegen eine Zutat allergisch ist, darf diese natürlich nicht verwenden! Für die Verwendung in Schwangerschaft, Stillzeit, bei vorliegenden schweren Erkrankungen und für Kinder fragt bitte Euren Arzt um Rat.

Unsere Empfehlungen basieren rein auf Erfahrungswerten und sollen keinesfalls dazu auffordern, sich selbst zu behandeln, eine ärztliche Behandlung oder Medikation abzubrechen oder sogar zu ersetzen. Wir sind weder Mediziner:innen, Heilpraktiker:innen, noch Kosmetiker:innen. Wir weisen daher aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass die auf unserem Blog getroffenen Aussagen über die Wirkungsweisen der einzelnen Zutaten, Kräuter und Rohstoffe sowie der aufgeführten Rezepte und Anwendungshinweise nur zu Zeitvertreib und Information dienen sollen. Unsere Inhalte (Text und Bild) unterliegen dem Urheberrecht (Copyright). Jede weitere Nutzung unserer Beiträge/Inhalte - auch auszugsweise - bedarf der schriftlichen Zustimmung der Rechteinhaber. Verstöße werden ohne vorherigen Kontakt juristisch verfolgt. Heilversprechen zur Linderung und/oder Behandlung von gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen geben wir in keiner Weise ab und versprechen auch nichts derartiges. Wer unsere Rezepte oder Empfehlungen nachmacht, tut dies auf eigene Gefahr, wie es rechtlich so schön heißt.

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