Douglasie Gemmotherapie

Douglasie Gemmotherapie

Pseudotsuga menziesii * Knospentherapie

Hochwertige Heilmittel aus Knospen und Sprossen: die Gemmotherapie.
Anwendungsbereiche (auch begleitend zur ärztlichen Therapie oder bei den ersten Anzeichen): Bronchitis, Husten, Erkältung, Nebenhöhlenentzündung (evtl. in Kombination mit der Gemmotinktur der Schwarzen Johannisbeere – Ribes nigrum), Immunstärkung, Arthrose, Gelenkschmerzen.

Leider mussten in unserem Garten einige Bäume gefällt werden, darum habe ich mir etliche (gesunde) Zweiglein von der duftenden Douglasie geschnappt und die Nadeln abgemacht. Dabei fand ich, jetzt schon, die feinen Knospen, die sich fürs Wachstum bereit machen und innen bereits grün und saftig sind. Wie erstaunlich, so riesige Bäume und so winzige kleine Knospen! Doch die haben es in sich: sie vereinen die Heilkräfte aller Teile der Pflanzen (Grün, Rinde, Wurzel, Harz und Blüte) in sich. Noch nicht allzu bekannt bei uns ist die sogenannte Gemmotherapie, in Frankreich „erfunden“ und seit ein paar Jahren auch im europäischen Arzneibuch zu finden. Probiert es aus, diese Phytomedizin ist schnell hergestellt und nur zu ganz bestimmten Zeiten gibt es die Knospen. Aber bitte natürlich nur, wenn Ihr absolut sicher seid, dass es auch die richtige Pflanze ist!

Ich möchte Euch heute eine Arznei aus den Douglasienknospen vorstellen. Statt Douglasien- kann man auch Fichten-, Tannen– oder Kiefernknospen nehmen (die wesentlich harziger und größer sind). Normalerweise hätte ich noch etwas abgewartet mit dem Ernten, aber wie gesagt, sie mussten weg, darum habe ich zugegriffen. Bitte immer daran denken: nur erlaubterweise pflücken und an verschiedenen Bäumen und Zweigen. Für die Gemmo-Urtinktur benötigt man nur winzige Mengen, das ist nicht nur praktisch, sondern auch sehr schonend für die Natur.

Herstellung der Urtinktur:

  • 5-10 g frisch gepflückte Knospen der Douglasie
  • 10 ml Glycerin, pflanzlich (in Pharmaqualität)
  • 70 ml Weingeist, 70 Vol. %

Glycerin und Weingeist gründlich mischen. Die Knospen fein hacken oder mit dem Mörser stoßen. In ein Schraubglas geben, mit der Glycerin-Alkoholmischung übergießen, umrühren. 3 bis 4 Wochen lang dunkel ziehen lassen, täglich gut schwenken. Danach klar filtern (Sieb, danach Tuch oder Filter), in ein dunkles Gläschen abfüllen und kühl und besonders dunkel lagern.

Weiterverarbeitung:
Die Urtinktur wird nun zu einem Gemmotherapeutikum weiterverarbeitet (am besten immer bei Bedarf frisch anmischen). Das erhaltene Mazerat mit 90 ml pflanzlichem Glycerin und 90 ml 70 %igem Trinkalkohol verdünnen. Davon bei Bedarf 50 ml in eine Sprühflasche füllen und verwenden.

Anwendung:
Bei Bedarf nimmt man davon mehrmals täglich zwischen 1 und 3 Tropfen bzw. 1 bis 3 Sprühstöße, auf der Zunge zergehen lassen (schmeckt bitter-süß), also nicht sofort schlucken, das Mazerat wird über die Mundschleimhäute aufgenommen. 10 bis 15 Minuten davor und danach sollte man idealerweise weder etwas essen noch trinken.

Douglasie Gemmotherapie
Knospen der Douglasie

Achtung / Aus rechtlichen Gründen

Wer gegen eine Zutat allergisch ist, darf diese natürlich nicht verwenden! Für die Verwendung in Schwangerschaft, Stillzeit, bei vorliegenden schweren Erkrankungen und für Kinder fragt bitte Euren Arzt um Rat.

Unsere Empfehlungen basieren rein auf Erfahrungswerten und sollen keinesfalls dazu auffordern, sich selbst zu behandeln, eine ärztliche Behandlung oder Medikation abzubrechen oder sogar zu ersetzen. Wir sind weder Mediziner:innen, Heilpraktiker:innen, noch Kosmetiker:innen. Wir weisen daher aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass die auf unserem Blog getroffenen Aussagen über die Wirkungsweisen der einzelnen Zutaten, Kräuter und Rohstoffe sowie der aufgeführten Rezepte und Anwendungshinweise nur zu Zeitvertreib und Information dienen sollen. Unsere Inhalte (Text und Bild) unterliegen dem Urheberrecht (Copyright). Jede weitere Nutzung unserer Beiträge/Inhalte - auch auszugsweise - bedarf der schriftlichen Zustimmung der Rechteinhaber. Verstöße werden ohne vorherigen Kontakt juristisch verfolgt. Heilversprechen zur Linderung und/oder Behandlung von gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen geben wir in keiner Weise ab und versprechen auch nichts derartiges. Wer unsere Rezepte oder Empfehlungen nachmacht, tut dies auf eigene Gefahr, wie es rechtlich so schön heißt.

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