Gewöhnlicher Wasserdost Heilpflanzenportrait

Gewöhnlicher Wasserdost Heilpflanzenportrait

Wasserhanf * Kunigundenkraut * Eupatorium cannabinum

Der gemeine Wasserdost ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er ist in vielen Teilen Europas und Asiens heimisch und wächst bevorzugt in feuchten Wiesen, Ufern von Flüssen, Teichen und anderen Feuchtgebieten. Der Name „Wasserdost“ bezieht sich auf den Standort, an dem die Pflanze am häufigsten anzutreffen ist.

Auch wenn der Name es suggiert, ist er nicht mit dem Dost (Origanum vulgare) verwandt. Im Vergleich zum Dost ist der Wasserdost mit seinen bis zu 2 m Wuchshöhe auch ein echter Riese. In seiner Heilwirkung kann der gewöhnliche Wasserdost am ehesten mit Echinacea verglichen werden. Verwendet werden kann das gesamte Kraut, vorzugsweise in der Blüte.

Der Wasserdost ist eine hochwachsende Pflanze mit einer Höhe von 1 bis 2 Metern. Die Stängel sind hohl und haben eine rötliche Färbung. Die Blätter sind gegenständig angeordnet, lanzettlich und grob gesägt. Die Blütenköpfe sind in dichten Dolden angeordnet und bestehen aus zahlreichen kleinen, pink- bis purpurfarbenen Blüten.

Der Wasserdost ist eine wichtige Pflanze für die Tierwelt. Die Blüten ziehen Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten an, die Nektar sammeln. Dies macht den Wasserdost zu einer wertvollen Nahrungsquelle für Bestäuberinsekten.

Ebenso wie z.B. Beinwell enthält Wasserdost allerdings Pyrrolizidinalkaloide (kurz PA), weshalb er weder allzu oft, noch in größeren Mengen verwendet werden sollte. PA steht im Verdacht leberschädigend zu sein.

Früher wurde der Wasserdost medizinisch genutzt. Er wurde als diuretisches Mittel (wassertreibendes Mittel) eingesetzt und soll auch fiebersenkende Eigenschaften haben. Heute ist man wegen des PA-Gehaltes davon weitgehend abgekommen.

Zu finden ist der gewöhnliche Wasserdost in Wassernähe und gern halbschattig. Bei uns wächst er in Gesellschaft von Beinwell, Mädesüß und Blutweiderich an einem Bach im Wald. Seinen Trivialnamen Wasserhanf verdankt er seinen Blättern, die den Blättern der Hanfpflanze ähneln.

Gewöhnlicher Wasserdost Heilpflanzenportrait

Inhaltsstoffe:

Heilwirkungen:

Anwendungsgebiete:

Genutzt wird der Wasserdost in Form von Tee oder Tinktur. Für Tee wird das blühende Kraut getrocknet und am besten kalt aufgegossen. Tinktur wird mit dem frischen blühenden Kraut angesetzt (Grundrezept Tinktur). Bei Bedarf können Tee und Tinktur auch äußerlich angewendet werden, zum Beispiel bei Hautausschlägen, Ekzemen oder Quetschungen. Innerlich sollten Tee und Tinktur nicht über längere Zeit und nicht ständig eingenommen werden. Bei bekannter Allergie gegen Korbblütler sollte auf die Verwendung von Wasserdost verzichtet werden.

Achtung / Aus rechtlichen Gründen

Unsere Empfehlungen basieren rein auf Erfahrungswerten und sollen keinesfalls dazu auffordern, sich selbst zu behandeln, eine ärztliche Behandlung oder Medikation abzubrechen oder sogar zu ersetzen. Wir sind weder Mediziner:innen, Heilpraktiker:innen, noch Kosmetiker:innen. Wir weisen daher aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass die auf unserem Blog getroffenen Aussagen über die Wirkungsweisen der einzelnen Zutaten, Kräuter und Rohstoffe sowie der aufgeführten Rezepte und Anwendungshinweise nur zu Zeitvertreib und Information dienen sollen. Unsere Inhalte (Text und Bild) unterliegen dem #Urheberrecht (Copyright). Jede weitere Nutzung unserer Beiträge/Inhalte - auch auszugsweise - bedarf der schriftlichen Zustimmung der Rechteinhaber. Verstöße werden ohne vorherigen Kontakt juristisch verfolgt. Heilversprechen zur Linderung und/oder Behandlung von gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen geben wir in keiner Weise ab und versprechen auch nichts derartiges. Wer unsere Rezepte oder Empfehlungen nachmacht, tut dies auf eigene Gefahr, wie es rechtlich so schön heißt.

Schreibe einen Kommentar

Unsere Partner