Johanni-Nüsse

  • Beitrags-Kategorie:Essen & Trinken
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Johanni-Nüsse

Heute zum Johannistag wollen wir Euch eine seltene Delikatesse vorstellen. Für Feinschmecker sind die schwarzen Nüsse ein echter Gaumenschmaus. Es braucht viel Geduld und Zeit, bis aus der grünen Walnuss die sogenannte Johanni-Nuss oder auch der Johanni-Trüffel entsteht.

Zutaten:

Zubereitung:

Geerntet wird die grüne Walnuss ab dem Johannistag, dem 24.06., bis Ende Juni (das ist ein Mittelwert – Schwankungen sind je nach Region, Wetter und Höhenlage natürlich möglich). Es empfiehlt sich, eine Nuss quer durchzuschneiden und zu schauen, ob sie noch keine holzige Schale gebildet hat. Wenn dies der Fall ist, ist die Walnuss perfekt zum Weiterverarbeiten (siehe Beitragsbild).

Zuerst werden die Walnüsse grob abgewaschen und mit einer Kartoffelgabel oder einem anderen dünnen Gegenstand mehrfach durchstochen (ca. 10 – 15 Löcher pro Walnuss), so können die Bitterstoffe austreten. Tipp: unbedingt Handschuhe tragen, sonst habt Ihr am Schluss rabenschwarze Hände. 

Die grünen Nüsse werden nun in einen Eimer gegeben und täglich gewässert. Dieser Vorgang dauert 14 Tage. In dieser Zeit werden die Nüsse morgens und abends mit frischem, kaltem Wasser gespült. Die Nüsse müssen unbedingt kühl und dunkel gelagert werden. 

Wenn die zwei Wochen vorbei sind, sind die inzwischen dunkelgefärbten Walnüsse bereit zur Weiterverarbeitung. Dazu wird ein letztes Mal das Wasser abgegossen, verworfen und die Nüsse mit kaltem Wasser durchgespült. Danach werden die Nüsse in einen Topf mit frischem Leitungswasser gegeben und ca. 25 – 30 Minuten sanft köcheln gelassen. Jetzt wird das Wasser abgegossen, die Nüsse aufgefangen und abgeschreckt.
Der Sud aus den oben aufgeführten Zutaten wird angesetzt und solange köcheln gelassen, bis der Zucker sich vollkommen aufgelöst hat. Im Anschluss wird dieser über die Nüsse gegeben und 24 Stunden ruhen gelassen. Nach der Ziehzeit wird der Sud aufgefangen, erneut aufgekocht, über die Nüsse gegeben und weitere 24 Stunden ruhen gelassen. Dieser Vorgang wird insgesamt 3 Mal wiederholt. 

Zuletzt werden die Nüsse aufgekocht und auf die ausgekochten Einmachgläser verteilt und mit dem erneut aufgekochten Sud übergossen. Wir empfehlen die Nüsse nochmal im Einkochautomaten einzukochen, bei 90 C° mindestens 30 Minuten. 

Die Johanninüsse müssen etwa 6 Monate im Glas durchziehen gelassen, erst dann sind sie richtig gut. Eine Kostprobe kann natürlich direkt entnommen werden. 

Wir lieben die Johanninüsse ganz schlicht in dünne Scheiben geschnitten zu Vanilleeis, jedoch auch zu Käse-, Schinken- und Wildgerichten harmonieren sie super, selbst in einem Apfel-Streuselkuchen haben wir sie schon verarbeitet. 

Eines ist sicher, die Arbeit lohnt sich auf alle Fälle und die Nüsse werden nach einer noch längeren Ziehzeit immer besser. Bon Appetit! 

Achtung / Aus rechtlichen Gründen

Wer gegen eine Zutat allergisch ist, darf diese natürlich nicht verwenden! Für die Verwendung in Schwangerschaft, Stillzeit, bei vorliegenden schweren Erkrankungen und für Kinder fragt bitte Euren Arzt um Rat.

Unsere Empfehlungen basieren rein auf Erfahrungswerten und sollen keinesfalls dazu auffordern, sich selbst zu behandeln, eine ärztliche Behandlung oder Medikation abzubrechen oder sogar zu ersetzen. Wir sind weder Mediziner:innen, Heilpraktiker:innen, noch Kosmetiker:innen. Wir weisen daher aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass die auf unserem Blog getroffenen Aussagen über die Wirkungsweisen der einzelnen Zutaten, Kräuter und Rohstoffe sowie der aufgeführten Rezepte und Anwendungshinweise nur zu Zeitvertreib und Information dienen sollen. Unsere Inhalte (Text und Bild) unterliegen dem Urheberrecht (Copyright). Jede weitere Nutzung unserer Beiträge/Inhalte - auch auszugsweise - bedarf der schriftlichen Zustimmung der Rechteinhaber. Verstöße werden ohne vorherigen Kontakt juristisch verfolgt. Heilversprechen zur Linderung und/oder Behandlung von gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen geben wir in keiner Weise ab und versprechen auch nichts derartiges. Wer unsere Rezepte oder Empfehlungen nachmacht, tut dies auf eigene Gefahr, wie es rechtlich so schön heißt.

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