Koniferen – Die Tanne (Abies alba)

Koniferen – Die Tanne (Abies alba)

Koniferenwochen Teil 6

Geschichte:
Wenn wir an den Tannenbaum denken, ist meist die erste Verbindung zum Weihnachtsfest gegeben. Der Ursprung dieser Tradition beginnt schon im 14. Jahrhundert, die heidnischen Kulturen betrachteten immergrüne Pflanzen als ein Symbol der Fruchtbarkeit und Lebenskraft. Zur Wintersonnenwende hängten Germanen die grünen, duftenden Zweige in ihre Häuser und an öffentliche Orte. Sie wollten damit böse Geister vertreiben und sie am Eindringen hindern. Das Vorkommen der Tanne liegt in Europa, Nordafrika, Nord- und Zentralasien, auch Nordamerika wurde von ihr besiedelt. Es gibt viele Arten der Tanne, hier am bekanntesten sind die Sorten: Weiß-Tanne, Edel-Tanne, Nordmann-Tanne, Algier-Tanne.

Heilwirkung:
Es werden für Heilzwecke hauptsächlich die frisch ausgetriebenen Spitzen und die Zapfen verwendet. Wie bei den anderen vorgestellten Koniferenarten trägt die Tanne ebenso massig ätherische Öle in ihren Zweigen, diese wirken balsamisch und antiseptisch. Sie fördert den Auswurf, wirkt gegen Husten, Schnupfen und Asthma. Äußerlich wird das ätherische Öl, Ölauszug oder Tinktur bei Muskel– und Nervenschmerzen angewandt.

Koniferen – Die Tanne (Abies alba)

Blätter: ledrig, kurze Nadeln, 3 cm Länge und 3 mm breit, Oberseite dunkelgrün, Unterseite blassgrün bis graugrün, in zwei Reihen paarweise gefiedert an den Ästen angeordnet, reißt Ihr die Nadel ab, so löst sie sich vollständig vom Ast.

Rinde: junge Bäume glatte bis hellgraue Rinde, viele mit Harzblasen, ältere Bäume weiß-dunkelgraue, grob rissige Schuppenborke.

Blüte: Mai-Juni, 2 – 3 cm lange männliche Blütenzapfen, gelblich, eher im unteren bis mittleren Bereich der Krone, weibliche Blütenzapfen sind 3 – 5 cm lang, blassgrün, seltener als die männlichen Blüten, vorkommen eher im Kronenbereich.

Zapfen: rötlich brauner, walzenförmiger Zapfen, 16 cm Länge und 3 – 5 cm breit, Samenschuppen fallen am Baum ab, die Zapfenspindel kann mehrere Jahre am Baum verbleiben.

Besonderes Merkmal: einhäusige Pflanze/männliche und weibliche Blüten an einem Baum, haben einen abgerundeten Baumgipfel.

Koniferen – Die Tanne (Abies alba)

Rezept für ein Tannennadelgewürz:

Verarbeitung:
Die Tannennadeln vom Stiel streifen und bei 150 C° einige Minuten rösten, dies entwickelt ein besonders intensives Aroma. Danach werden die gerösteten Nadeln gemahlen, wir verwenden hierzu eine elektrische Kaffeemühle. Die Orangenschalen und der Beifuß können ebenfalls in der Mühle fein gemahlen werden. Bei der Schafgarbe und den Walnüssen empfehlen wir den Mörser, sie sollen kleingemahlen, aber nicht pulverisiert werden. Zum Schluss wird alles zusammengefügt und zu Pilz– und Wildgerichten genossen. Bei der Ernte bitte nur die Seitentriebe abschneiden, so beeinträchtigt Ihr nicht das Wachstum des Baumes. Wir haben ältere Nadeln genommen und nicht die frischen Wipfel, Ihr könnt jedoch beides verwenden.

Koniferen – Die Tanne (Abies alba)

Achtung / Aus rechtlichen Gründen

Wer gegen eine Zutat allergisch ist, darf diese natürlich nicht verwenden! Für die Verwendung in Schwangerschaft, Stillzeit, bei vorliegenden schweren Erkrankungen und für Kinder fragt bitte Euren Arzt um Rat.

Unsere Empfehlungen basieren rein auf Erfahrungswerten und sollen keinesfalls dazu auffordern, sich selbst zu behandeln, eine ärztliche Behandlung oder Medikation abzubrechen oder sogar zu ersetzen. Wir sind weder Mediziner:innen, Heilpraktiker:innen, noch Kosmetiker:innen. Wir weisen daher aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass die auf unserem Blog getroffenen Aussagen über die Wirkungsweisen der einzelnen Zutaten, Kräuter und Rohstoffe sowie der aufgeführten Rezepte und Anwendungshinweise nur zu Zeitvertreib und Information dienen sollen. Unsere Inhalte (Text und Bild) unterliegen dem Urheberrecht (Copyright). Jede weitere Nutzung unserer Beiträge/Inhalte - auch auszugsweise - bedarf der schriftlichen Zustimmung der Rechteinhaber. Verstöße werden ohne vorherigen Kontakt juristisch verfolgt. Heilversprechen zur Linderung und/oder Behandlung von gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen geben wir in keiner Weise ab und versprechen auch nichts derartiges. Wer unsere Rezepte oder Empfehlungen nachmacht, tut dies auf eigene Gefahr, wie es rechtlich so schön heißt.

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