Koniferen – Die Fichte (Picea abies)

Koniferen – Die Fichte (Picea abies)

Koniferenwochen Teil 5

Geschichte:
Die Fichte wächst fast auf der ganzen Welt und das Brauchtum reicht weit über das Mittelalter hinaus. Schon im alten Ägypten wurde der Baum als Heilpflanze angesehen. Es wurden auch den siegreichen, griechischen Athleten Kränze aus dem wilden Ölbaum und Lorbeer gebunden.

Es gibt keine andere Baumart bei der die Meinungen fortwirtschaftlicher Fachleute so heftig auseinander gehen wie bei der Fichte. Sie wird oft als „Brotbaum der deutschen Forstwirtschaft“ bezeichnet, dies gilt als weniger naturnah, sondern ist überwiegend ökologisch ausgerichtet. Die Fichte hat aufgrund ihres ungünstigen Anpassungsvermögens an kommende klimatische Veränderungen einen schlechteren Stand und gilt als eine der gefährdetsten Baumarten Deutschlands.

Koniferen – Die Fichte (Picea abies)

Heilwirkung:
Die meiste Heilwirkung der Fichte, wie bei allen Nadelbäumen steckt in den frischen, jungen Trieben. Sie enthalten eine Vielzahl ätherischer Öle, Flavonoide und Harze/Terpene. Sie helfen bei der eigenen Immunabwehr, wirken Erkältungen und Muskelschmerzen entgegen. Extrakte aus Fichtennadeln wirken entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, schleimlösend, krampfmildernd, hustenstillend, antiseptisch, harn– und schweißtreibend. Der größte Anwendungsbereich ist bei Lungenerkrankungen, da die ätherischen Öle beim Inhalieren oder das Einnehmen von Tinkturen desinfizierend und reinigend wirken. Auch in der heutigen Schulmedizin gelten einige Inhaltsstoffe als wissenschaftlich bewiesen.

Koniferen – Die Fichte (Picea abies)

Blätter: stechend spitz, vierkantiger Querschnitt, 2 bis 3 cm Länge und ca. 1 mm Breite, rund um den braunen Stiel angeordnet, kleine Naht an der Unterseite, reißt Ihr die Nadel ab, so bleibt ein kleines Fähnchen hängen.

Rinde: rötlich-braun in höheren Lagen bis ins Grau reingehend, bei älteren Bäumen ist die Borke sehr ausgeprägt.

Koniferen – Die Fichte (Picea abies)

Blüte: Mai bis Juni, männliche Blüten klein, anfangs rötlich und später gelb, weibliche Blüten stehen aufrecht, sind rosa bis grün und länglich.

Zapfen: rötlich-grüne Zapfen, später holzig und braun, hängen nach unten, 10 bis 15 cm Länge und 3 bis 4 cm breit, Zapfen werden als Ganzes abgeworfen.

Besondere Merkmale: Blätter essbar, Fichtenborke blättert in unregelmäßigen Abständen ab, wird fälschlicher Weise auch Rottanne genannt, einhäusige Pflanze/männliche und weibliche Blüten an einem Baum, Zapfen zerfallen mit der Zeit auf dem Boden, haben einen spitzen Baumwipfel.

Koniferen – Die Fichte (Picea abies)

Rezept für ein Fichtenbrot:

Verarbeitung:
Wir haben die Fichtenzweige (bitte nur die Seitentriebe abschneiden und nicht am Hauptstamm direkt) getrocknet, die Nadeln fallen dann von alleine ab. Zum Mahlen haben wir die Kaffeemühle verwendet, dies geht schnell und kostet nicht soviel Kraft wie beim Mörsern. Zuerst wird das warme Wasser mit der Hefe vermischt und die Hälfte vom Mehl hinzugefügt. Dies lassen wir eine halbe Stunde ruhen. Anschließend wird das restliche Mehl darunter geknetet und das Brot in Form gebracht. Wir haben es geflochten, dies ist jedoch nicht zwingend notwendig. Das geformte Brot muss nochmal 30 Minuten ruhen und gehen. Den Backofen auf 220 C° vorheizen und das Brot bei 200 C° ca. 20 – 25 Minuten goldbraun backen.
Bon Appetit!
Es passt zu süßen aber auch salzigen Speisen, der Geschmack ist aromatisch, leicht dunkel.

Achtung / Aus rechtlichen Gründen

Wer gegen eine Zutat allergisch ist, darf diese natürlich nicht verwenden! Für die Verwendung in Schwangerschaft, Stillzeit, bei vorliegenden schweren Erkrankungen und für Kinder fragt bitte Euren Arzt um Rat.

Unsere Empfehlungen basieren rein auf Erfahrungswerten und sollen keinesfalls dazu auffordern, sich selbst zu behandeln, eine ärztliche Behandlung oder Medikation abzubrechen oder sogar zu ersetzen. Wir sind weder Mediziner:innen, Heilpraktiker:innen, noch Kosmetiker:innen. Wir weisen daher aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass die auf unserem Blog getroffenen Aussagen über die Wirkungsweisen der einzelnen Zutaten, Kräuter und Rohstoffe sowie der aufgeführten Rezepte und Anwendungshinweise nur zu Zeitvertreib und Information dienen sollen. Unsere Inhalte (Text und Bild) unterliegen dem Urheberrecht (Copyright). Jede weitere Nutzung unserer Beiträge/Inhalte - auch auszugsweise - bedarf der schriftlichen Zustimmung der Rechteinhaber. Verstöße werden ohne vorherigen Kontakt juristisch verfolgt. Heilversprechen zur Linderung und/oder Behandlung von gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen geben wir in keiner Weise ab und versprechen auch nichts derartiges. Wer unsere Rezepte oder Empfehlungen nachmacht, tut dies auf eigene Gefahr, wie es rechtlich so schön heißt.

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