Koniferen – Leicht verwechselbare Arten auf einen Blick

Koniferen – Leicht verwechselbare Arten auf einen Blick

Koniferenwochen Teil 1

Zum Anfang unserer Koniferen-Wochen schauen wir uns die Unterschiede der verschiedenen Nadelbäume näher an. Viele sehen sich sehr ähnlich und gerade die Douglasie, Eibe, Kiefer, Fichte und Tanne werden gerne verwechselt. Auf genau diese Pflanzen konzentrieren wir uns in den nächsten Wochen. Wir erzählen Euch etwas zur Geschichte und haben auch köstliche Rezepte für Euch vorbereitet. Doch zuerst ein grober Überblick der einzelnen Arten.

Folgende Merkmale gibt es, woran Ihr die Bäume unterscheiden könnt:

Douglasie (Pseudotsuga menziesii)

  • Blätter: grün bis blaugrün, einzeln stehend, versetzt gegenüber angeordnet, weiche und stumpfe Nadeln, 3 bis 4 cm Länge
  • Rinde: dunkelrot bis schwarz, tiefe Furchen
  • Blüte: von April bis Mai, weibliche Blüte gelb-rötlich, sie sitzen an der Spitze der Triebe, männliche Blüten sind deutlich kleiner, gelb und eierförmig, sitzen an der Unterseite der Triebe
  • Zapfen: 4 bis 10 cm lang und einen Durchmesser von ca. 3,5 cm, Deckschuppen überlappen die Samenschuppen stark, spitze/franselige Enden an den Deckschuppen, zur Reifezeit fallen sie komplett ab
  • besonderes Merkmal: die Nadel haben einen zitronenartigen Duft, Nadeln essbar, Wuchshöhe in der Regel bis zu 60 Metern, einhäusige Pflanze/männliche und weibliche Blüten an einem Baum

Eibe (Taxus baccata)

  • Blätter: glänzend dunkelgrüne Oberseite, Unterseite matt und graugrün, erhobener Mittelnerv, lanzenförmige Nadeln, 1,5 bis 3,5 cm Länge und ca. 2 mm breit
  • Rinde: grau-rotbraun, dünn, leicht schuppig
  • Blüte: von Februar bis März, männliche Blüten stehen zahlreich, die Blütenstände sind rund und gelblich, weibliche Blüten sind unscheinbar und grünlich
  • Zapfen: ringförmiger Wulst an der Basis, der bei Befruchtung zum fleischigen Samenmantel wird, die Beere wir fälschlicherweise als Frucht bezeichnet, dies ist botanisch nicht korrekt, da ein Fruchtknoten fehlt.
  • besonderes Merkmal: tödlich giftig, zu verwechseln mit der Douglasie, Zauberpflanze die von Erfahrenen zum Räuchern verwendet wird, zweihäusige Pflanze/männliche und weibliche Blüten auf unterschiedlichen Bäumen, wächst standortbedingt als Baum oder Strauch

Kiefer (Pinus sylvestris)

  • Blätter: dunkelgrün bis blaugrün, leicht gedrehte, starre und spitze Nadeln, paarweise angeordnet, 4 bis 7 cm Länge und eine Breite von 2 mm
  • Rinde: jung grau-gelb, später braun-rot mit tiefen Rissen und groben pergamentartigen Schuppen, sie sind oft zweifarbig und im oberen Bereich leicht orange
  • Büte: Mai bis Juni, männliche Blüten am Ende der langen Triebe, gelblich, später rotbraun, weibliche Blüten, rötlich und am Ende der kurzen Triebe
  • Zapfen: zuerst dunkelgrün und reifen im zweiten Jahr vollständig heran, im reifen Zustand dunkelgraubraun, eierförmig, 8 cm Länge und 3,5 cm Breite, 2er bis 3er Gruppen an einem Zweig
  • besonderes Merkmal: Blätter essbar, bis zu 50 Meter hoch, oft urig, krummer Wuchs, einhäusige Pflanze/männliche und weibliche Blüten an einem Baum

Fichte (Picea abies)

  • Blätter: stechend spitz, vierkantiger Querschnitt, 2 bis 3 cm Länge und ca. 1 mm Breite, rund um den braunen Stiel angeordnet, kleine Naht an der Unterseite, reißt Ihr die Nadel ab, so bleibt ein kleines Fähnchen hängen
  • Rinde: rötlich-braun in höheren Lagen bis ins grau reingehend, bei älteren Bäumen ist die Borke sehr ausgeprägt
  • Büte: Mai bis Juni, männliche Blüten klein, anfangs rötlich und später gelb, weibliche Blüten stehen aufrecht, sind rosa bis grün und länglich
  • Zapfen: rötlich-grüne Zapfen, später holzig und braun, hängen nach unten, 10 bis 15 cm Länge und 3 bis 4 cm breit, Zapfen werden als Ganzes abgeworfen
  • besonderes Merkmal: Blätter essbar, Fichtenborke blättert in unregelmäßigen Abständen ab, wird fälschlicherweise auch Rottanne genannt, einhäusige Pflanze/männliche und weibliche Blüten an einem Baum, Zapfen zerfallen mit der Zeit auf dem Boden, haben einen spitzen Baumgipfel

Tanne (Abies alba)

  • Blätter: ledrig, kurze Nadeln, 3 cm Länge und 3 mm breit, Oberseite dunkelgrün, Unterseite blassgrün bis grau-grün, in zwei Reihen paarweise gefiedert an den Ästen angeordnet, reißt Ihr die Nadel, ab so löst sie sich vollständig vom Ast
  • Rinde: junge Bäume glatte bis hellgraue Rinde, viele mit Harzblasen, ältere Bäume weiß-dunkelgraue, grobrissige Schuppenborke
  • Blüte: Mai bis Juni, 2 bis 3 cm lange männliche Blütenzapfen, gelblich, eher im unteren bis mittleren Bereich der Krone, weibliche Blütenzapfen sind 3 bis 5 cm lang, blassgrün, seltener als die männlichen Blüten, vorkommen eher im Kronenbereich
  • Zapfen: rötlich-brauner, walzenförmiger Zapfen, 16 cm Länge und 3 bis 5 cm breit, Samenschuppen fallen am Baum ab, die Zapfenspindel kann mehrere Jahre am Baum verbleiben
  • besonderes Merkmal: einhäusige Pflanze/männliche und weibliche Blüten an einem Baum, haben einen abgerundeten Baumgipfel

Achtung / Aus rechtlichen Gründen

Wer gegen eine Zutat allergisch ist, darf diese natürlich nicht verwenden! Für die Verwendung in Schwangerschaft, Stillzeit, bei vorliegenden schweren Erkrankungen und für Kinder fragt bitte Euren Arzt um Rat.

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